Der deutsche Kaffeemarkt ist derzeit durch zwei gegensätzliche Entwicklungen geprägt. Während traditionelle Röstereien ihren Fokus auf Qualitätssteigerung durch hochwertige Bohnen, nachhaltige
Anbaumethoden und handwerkliche Röstverfahren legen, etabliert sich parallel ein problematisches Marktsegment: Kaffeeprodukte mit Zusätzen, die mit funktionellen Wirkungen beworben werden. Diese
neue Produktkategorie verspricht Verbraucherinnen und Verbrauchern gesundheitliche Vorteile durch bestimmte Beimischungen. Was auf den ersten Blick als innovative Weiterentwicklung erscheint,
kann sich bei genauerer rechtlicher und wissenschaftlicher Betrachtung als höchst fragwürdiges Geschäftsmodell entpuppen. Basierend auf unbelegten Gesundheitsversprechen birgt dies für die
Hersteller erhebliche regulatorische Risiken, aber für Verbraucherinnen und Verbraucher auch mögliche gesundheitliche Gefahren. Die folgende Analyse untersucht die rechtlichen Fallstricke,
wirtschaftlichen Mechanismen und Verbraucherschutzaspekte dieses umstrittenen Marktsegments.
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